Partizipationskonzept zum Entwicklungsvorhaben Stadtgut Hellersdorf
(Berlin)
KONTEXT
Auf Grundlage des Berliner Modells der kooperativen Baulandentwicklung entwickelt die GESOBAU AG den Standort Stadtgut Hellersdorf. Auf Grundlage zweier Bebauungsplanentwürfe entsteht in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ein neues Wohnquartier mit etwa 1.290 Wohnungen. Der teilweise denkmalgeschützte Gebäudebestand im historischen Gut soll saniert und für gewerbliche Nutzungen hergerichtet werden. Das neue Wohnquartier wird für breite Schichten der Berliner Bevölkerung zu sozialverträglichen Mieten entwickelt; der geplante Anteil der geförderten Wohnungen sollte 30% betragen.
AUFGABENSTELLUNG
Die weitere Entwicklung des Gebiets sollte unter kontinuierlicher Einbindung von lokalen Expert*innen, Bewohner*innen und weiterer Interessierter erfolgen. Inhalte einer Veranstaltungsreihe waren:
- die städtebauliche Struktur des geplanten Neubauquartiers,
- Anregungen für die Nutzungsentwicklung des historischen Guts,
- die Gestaltung von Grün- und Freiflächen,
- die Verkehrsführung, der ruhende Verkehr und insb. die geplanten Quartiersgaragen sowie
- die soziale Integration der zukünftigen Mieter*innen.
Zielgruppen der Veranstaltung waren Anwohner*innen aus angrenzenden Hellersdorfer Quartieren, die Gewerbetreibenden auf dem Stadtgut, Vertreter*innen von sozialen Einrichtungen sowie weitere lokale Expert*innen.
UMSETZUNG UND ERGEBNISSE
Aufgrund des engen Zeitrahmens für die Projektentwicklung wurde die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans 10-44 durchgeführt.
In einer großen Informationsveranstaltung wurden das Bauvorhaben sowie inhaltliche Schwerpunkte der Entwicklung mittels einer umfassenden Posterausstellung vorgestellt. In drei folgenden Workshops wurden thematische Schwerpunktsetzungen vertiefend erörtert und dabei zahlreiche Hinweise aufgenommen. Die Ergebnisse der Veranstaltungen wie auch die eingebrachten Stellungnahmen fließen in die B-Planverfahren 10-44 und 10-45 ein. Von verschiedenen Seiten wurde die intensive Kommunikation und Beteiligung begrüßt und eine Fortsetzung auch über das Bebauungsplanverfahren hinaus gewünscht.
Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie hier.
Bildquelle: GESOBAU AG



