Moderative Begleitung des Forschungsprojekts MigraChance
KONTEXT
Städte und Quartiere als Orte sozialer Differenz und im Zusammenhang mit der Zuwanderung heterogener Bevölkerungsgruppen sind Austragungsorte von Konflikten. Das Forschungsprojekt MigraChance widmet sich migrationsbezogenen Konflikten in Groß- und Kleinstädten, wobei Konflikte als gesellschaftliche Aushandlungsprozesse verstanden werden, die eine Chance für gelebte Demokratie, institutionelles Lernen und für mehr Teilhabe vor Ort sein können. Ziel der ersten Forschungsphase ist es, die Wirkung der Konflikte auf lokale Institutionen retrospektiv zu untersuchen. In der zweiten Forschungsphase (Praxisphase) werden prospektiv Möglichkeiten der Konfliktaustragung erörtert und mit den teilnehmenden Kommunen erprobt. Fallstudiengebiete sind Bebra (Hessen), Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) sowie Leipzig (Sachsen). Zum Forschungsverbund gehören die Fachhochschule Erfurt, das Helmholtzzentrum für Umweltforschung und die Westfälische Wilhelms Universität Münster.
AUFGABENSTELLUNG
- Konzipierung, Durchführung und Dokumentation von insgesamt sechs Workshops vor Ort sowie einem übergreifenden Workshop mit den teilnehmenden Kommunen
UMSETZUNG UND ERGEBNISSE
Im Rahmen der ersten Forschungsphase konzipierten und moderierten die raumplaner zwei Workshops pro Fallstudiengebiet mit den Forschungsteams sowie Verwaltungsmitarbeiter*innen, Vertreter*innen migrantischer Selbstorganisationen und weiteren Akteur*innen, um die Konflikte vertiefend zu analysieren und zu reflektieren. Ziel war es, Erkenntnisse für das Forschungsprojekt sowie für die Verwaltungspraxis auf verschiedenen lokalen Ebenen zu generieren und anschließend in die Praxisphase eintreten zu können. Nach Durchführung der Praxisphase war ein Austausch der Ergebnisse aus der Praxisphase mit allen Fallstudiengebieten vorgesehen. Die lokalen Konfliktsituationen gestalten sich sehr unterschiedlich, sodass die Workshops auf die jeweilige Kommune speziell konzipiert werden mussten.

