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Projekt

Aktualisierung des Stadtentwicklungsplans (StEP) Wohnen 2030 für Berlin
(Berlin)

KONTEXT

Nach einer Phase der Entspannung zeigt der Berliner Wohnungsmarkt seit etwa 2010 deutliche Anspannungstendenzen. Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Marktentwicklung ist eine differenzierte Analyse und Bewertung des Marktgeschehens von besonderer Bedeutung, um ein Gesamtbild der aktuellen Entwicklungen und Trends auf dem Berliner Wohnungsmarkt zu gewinnen. Neben der darauf aufbauenden zeitnahen Realisierung der notwendigen Neubauvorhaben haben sich jedoch weitere zentrale Herausforderungen herauskristallisiert, denen die wachsende Stadt begegnen muss: Erstens die zumindest grundsätzliche Integrität mit anderen Planwerken und Politikfeldern, insbesondere mit Blick auf die soziale und die verkehrliche Infrastruktur, das wirtschaftliche Wachstum der Stadt und die Zusammenarbeit mit dem Umland. Zweitens die Aspekte und Möglichkeiten der Bestandentwicklung in Form einer sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Quartiersentwicklung, sowie drittens die Einbindung der Bevölkerung, um auf diese Weise die erforderliche Sensibilisierung und Akzeptanz für zukünftig anstehende Entwicklungsmaßnahmen zu erzeugen. Vor diesem Hintergrund hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen das Büro die raumplaner und seinen Projektpartner RegioKontext mit der Aktualisierung des Stadtentwicklungsplans Wohnen (StEP) beauftragt.

AUFGABENSTELLUNG

  • Aktualisierung der quantitativen Datengrundlage für die zentralen Bausteine Neubau, Nachverdichtung und Bestandsentwicklung
  • Überprüfung und Anpassung der Leitlinien des StEP Wohnen
  • Darstellung der Handlungsbedarfe, geeigneter Instrumente und Maßnahmen
  • Identifikation und Definition räumlicher Schwerpunktgebiete für Neubau, Nachverdichtung und Bestandsentwicklung
  • Konzeption und Moderation von Beteiligungs- und Kommunikationsprozessen mit der Verwaltung, der Fachöffentlichkeit und den Bürger_innen

UMSETZUNG UND  ERGEBNISSE
Das Projekt ist im Dezember 2016 gestartet. Vor dem Hintergrund der wohnungs- und stadtentwicklungspolitischen Leitlinien des neuen Berliner Senats wurden in einem intensiven Abstimmungsprozess mit der Senatsverwaltung die Inhalte des StEP Wohnen angepasst und konkretisiert. In diesem Rahmen wurde beschlossen, die Aktualisierung des StEP Wohnen in zwei Teile zu gliedern: Bis zum Sommer 2017 sollen die zentralen quantitativen Datengrundlagen des StEP Wohnen erarbeitet, die Bedarfe an Wohnraum dargestellt sowie die daraus hervorgehenden Leitlinien formuliert werden. Der zweite, zeitlich längere Teil wird sich intensiver mit der Identifikation räumlicher Schwerpunktgebiete sowie Handlungsbedarfen, geeigneter Instrumente und Maßnahmen befassen.

In den zurückliegenden Wochen wurde ebenso ein grundlegendes Kommunikationskonzept sowie ein detailliertes Konzept für den zu bildenden Begleitkreis des StEP Wohnen erarbeitet. Während das Kommunikationskonzept die einzelnen Formate beschreibt, mit denen Verwaltung, Fachöffentlichkeit und Bürger_innen in die Aktualisierung des StEP Wohnen mit einbezogen werden sollen, beschreibt das Konzept des Begleitkreises im Detail die Teilnehmenden, Termine und Arbeitsweise dieses Formats, mit dem die engere Fachöffentlichkeit eingebunden werden soll. Das Ziel ist es, über den Begleitkreis einen breiten Konsens der zentralen stadtentwicklungspolitischen Akteur_innen Berlins für die Verabschiedung der zentralen Inhalte des Teil 1 des StEP Wohnen zu generieren, auf dessen Basis die weitere Erarbeitung und Umsetzung der Ziele des StEP Wohnen getragen wird.
Das Projekt wird in den kommenden Wochen zum einen von der Aktualisierung der quantitativen Datengrundlage geprägt sein. Diese umfasst insbesondere eine aktualisierte Haushaltsprognose, die Analyse des Wohnungsbestands mit Fokus auf die Neubautätigkeit der letzten Jahre sowie die Ermittlung der sich daraus ergebende Nachfrage nach Wohnraum. Zum anderen wird die Vorstellung und Diskussion dieser Ergebnisse im Begleitkreis eine wesentliche Rolle spielen.