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  • Genderorientierte Qualitätsbewertung der Spiel- und Bewegungsflächen
Projekt

Genderorientierte Qualitätsbewertung der Spiel- und Bewegungsflächen
(Berlin)

Im Vordergrund des Projekts stand die geschlechterspezifische Betrachtung der Nutzung von Spiel- und Bewegungsflächen. Jungen und Mädchen nutzen den Außenraum unterschiedlich. Jungen eignen sich diesen meist als Aktionsraum an, wohingegen Mädchen sich eher in geschützte Räume zurückziehen. Gegenstand der Untersuchungen war, wie sich diese allgemeinen Tendenzen in Berlin auf die Nutzung der Spielplätze auswirken und welche Auswirkungen diese auf die Investitionen der Anlagen haben kann.

Die Aufgabe bestand darin, eine Erhebungsmethode zu entwickeln, die eine Vergleichbarkeit der Spielplätze auf bezirklicher und Gesamtberliner Ebene ermöglicht. In einer stichprobenartigen Erhebung des Bestandes wurden die Gestaltung und Planung, die Nutzung, der pflegerische Zustand und die Sicherheit der öffentlichen Spiel- und Bewegungsräume untersucht. Die Ergebnisse wurden in den Kontext der soziodemografischen Daten des Umfeldes gesetzt und im Anschluss durch die Berechnung von einheitlich skalierten Kennzahlen für die einzelnen Flächen dargestellt und somit vergleichbar gemacht. Insgesamt wurden über acht Wochen 140 Spiel- und Bewegungsflächen in jeweils geschlechtsgemischten Zweier-Teams beobachtet und aufgenommen. Trotz des großen Umfangs der einzelnen Kategorien und Unterkategorien, ist es durch die gezielte Gewichtung gelungen, eine Vergleichbarkeit der einzelnen Flächen herzustellen. Teilweise wurden signifikante Unterschiede sowohl in der Nutzung, aber auch im Zustand einzelner Flächen festgestellt.

Die Erhebungsmethode ist zu einem an der Praxis getesteten Instrument geworden. Es stellt zusammen mit der Grundlage zur Berechnung der Kennzahl ein auch in anderen Feldern einsetzbares Instrument dar, um große heterogene Bestandsmengen vergleichbar zu machen.

Genderorientierte Qualitätsbewertung der Spiel- und Bewegungsflächen